Autor: Ingrid Strassner Seite 10 von 13

Förderpreis 2022 der Freunde der Schlossfestspiele

Aus Spenden unserer Mitglieder:innen haben die „Freunde der Schlossfestspiele“ zum dritten Mal in Folge einen Preis zur Talentförderung junger Künstler:innen ausloben können. Den Spender:innen dafür ganz herzlichen Dank!
Zur Förderpreisverleihung am 7. August hier der Artikel aus den
BNN vom 9. August 2022 (Redaktion und Foto: Ulrich Krawutschke)

Auszeichnung für glockenhellen Sopran

Sie konnte ihr Glück kaum fassen, als ihr Name im voll besetzten Ettlinger Schlosshof kurz vor Beginn der Oper „Carmen“ am Sonntagabend aufgerufen wurde: Theresa Immerz, die in „Carmen“ die Rolle der „Frasquita“ spielt und singt, hat den mit 1.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis der „Freunde der Schlossfestspiele Ettlingen“ bekommen.

Intendantin Solvejg Bauer war zusammen mit Frauke Offele, stellvertretende Vorsitzende der „Freunde“, aus dem Schloss getreten und hatte dem Publikum eine Überraschung angekündigt, eben die Preisverleihung. „Carmen“, so Bauer, sei geprägt von Liebe und Leidenschaft und sei für junge Sänger eine große Chance. Und Theresa Immerz, so Offele, hat diese Chance genutzt und „die fünfköpfige Jury der Festspielfreunde durch ihren glockenhellen Sopran voller Strahlkraft und ihre schwerelose Leichtigkeit und große Tanzfreude für sich eingenommen“, so Offele in Richtung der Sängerin. Ihre Rede wurde begleitet von heftigem Beifall des Publikums.

Zusammen mit Ingrid Strassner übergab Offele einen symbolischen Scheck sowie einen Blumenstrauß an die sichtbar glückliche Theresa Immerz. Die Preisträgerin hat nach dem Abitur eine Ausbildung zur staatlich geprüften Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin absolviert und danach Gesang an der Hochschule für Musik in Freiburg studiert, was sie 2019 mit dem Bachelorgrad und Bestnote abschloss. Derzeit absolviert sie ein Masterstudium für Musik.

Sie hatte ihr Debüt 2019 bei den Osterfestspielen in Baden-Baden, nahm erfolgreich an Musikwettbewerben teil und belegte viele Meisterkurse.

„Ich bin überzeugt, dass wir noch viel von Ihnen hören werden“, sagte Frauke Offele in Richtung der strahlenden Gewinnern Theresa Immerz. Dem Publikum wünschte sie eine faszinierende Vorstellung von „Carmen“, bei der es Theresa Immerz hautnah erleben könne. Das ist übrigens auch am 13. August möglich.

40. Mitgliederversammlung am 13. Juni 2022

Liebe Mitglieder:innen, liebe Gäste!
Hier ist der Bericht von Herrn Ulrich Krawutschke, veröffentlicht in den BNN vom 15. Juni – besser kann man die diesjährige Mitgliederversammlung nicht beschreiben!

Freunde der Schlossfestspiele unterstützen den Theatersommer – Förderpreis ausgeschrieben

Ettlingen. „Wir sind bestens in der Lage, unsere Aufgaben zu erfüllen“, sagte Kassenwart Willi Brisach bei Mitgliederversammlung der „Freunde der Schlossfestspiele Ettlingen“ im Schlosshof. Vorsitzender Patrick Ertel betonte, man habe es sich zum Ziel gesetzt, die coronabedingt etwas gesunkene Mitgliederzahl bis zur 40. Versammlung 2023 von 620 auf 700 zu steigern. Schon beim Theaterfest am Samstag seien acht neue Mitglieder hinzugekommen und auch bei der Mitgliederversammlung wurden Aufnahmeanträge abgegeben.
Die „Freunde“, so Ertel, werden auch 2022 die Festspiele mit 6.500 Euro – 5.000 fürs Hauptstück, 1.500 fürs Kinderstück – unterstützen. Weiter werden sie den vor drei Jahren ins Leben gerufenen „Förderpreis junge Künstler“ auch 2022 wieder ausschreiben. Der Preis wird ausschließlich durch Spenden finanziert, schon bei der Versammlung gingen dafür 840 Euro ein. „Wir sagen herzlichen Dank an die Festspiele, an Intendantin Solvejg Bauer, für die hervorragende Zusammenarbeit“, sagt Ertel.

Die Nachfrage nach deutlich verbilligten Karten für drei Vorstellungen der Festspiele – „Carmen“ am 6. Juli, „Die Dreigroschenoper“ am 27. Juli und „7 ½ Cent – The Pajama Game“ am 2. August – sei enorm gewesen. „Die Karten waren schnell weg und die Festspiele haben dankenswerterweise nachgelegt“, so Ertel in Richtung Intendantin Bauer. In seinem Finanzbericht für 2021 sagte Kassenwart Brisach, dass sich das Guthaben des Vereins im Laufe des Jahres von 15.441 Euro um 2.278 Euro auf rund 17.720 Euro erhöht habe, auch durch angehobene Mitgliedsbeiträge.
Vor den Neuwahlen würdigte Ertel das Wirken des bisherigen Vorstandsmitgliedes Gerold Niemetz, der 1983 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehörte und seit 2001 im Vorstand tätig war, nun aber nicht mehr zur Wahl antrat. Einstimmig gewählt wurde der neue Vorstand mit Patrick Ertel als Vorsitzendem, erster Stellvertreterin Frauke Offele, zweiter Stellvertreterin Christel Dufner, Kassenwart Willi Brisach, Schriftführer Ulrich Krawutschke und neu für Öffentlichkeitsarbeit Bernd Reinegger.
Mit dem Aufruf des Vorsitzenden an die anwesenden „Freunde“, intensiv um neue Mitglieder zu werben, war der offizielle Teil der Versammlung in Rekordzeit abgehakt. Das war Ziel, weil gleich im Anschluss eine Probe für das Musical „Pajama Game“ anstand. Intendantin Bauer erinnerte kurz an die schwierige Zeit für die Festspiele während der Pandemie. „Jetzt aber können wir wieder loslegen“, sagte sie.

Der Start mit der ausverkauften Rockshow „Killerqueen“ sei ein hervorragender gewesen, „die Festspiele sind bei den Bürgern stark gefragt“. Sie warb für den Besuch weiterer Stücke. Im Schlosshof gab es drei Kostproben aus der Oper „Carmen“ von Kristin Anna Gudmundsdottir, Jongwoo Kim und Sophie Kidwell, die am Piano von Laetitia Ruccolo begleitet wurden und brausendem Beifall bekamen.

Förderpreis 2021 der Freunde der Schlossfestspiele

Zur diesjährigen Förderpreisverleihung hier der Artikel aus den
BNN vom 7. September 2021 (Redaktion und Foto: Ulrich Krawutschke)

Für ihre Rolle in „Die Fledermaus“ erhält Elisabeth Birgmeier den Nachwuchsförderpreis

Viel Applaus: Die stellvertretende Vorsitzende der Festspielfreunde, Frauke Offele
(Zweite von rechts), übergibt den Preis an Elisabeth Birgmeier.

Sie konnte ihr Glück kaum fassen, strahlte über das ganze Gesicht: Elisabeth Birgmeier hat nach der Nachmittagsvorstellung von „Die Fledermaus“, in der sie die Adele spielt, von den Freunden der Schlossfestspiele den mit 1.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis erhalten. Die Wahl durch eine vierköpfige Jury erfolgte einstimmig, so die stellvertretende Vorsitzende der Festspielfreunde, Frauke Offele. Intendantin Solvejg Bauer hatte die Preisverleihung am Ende der Vorstellung angekündigt, und nahezu alle Besucher blieben an ihrem Platz und spendeten der Preisträgerin, die sie bei der Vorstellung zuvor schon mit Szenenapplaus überschüttet hatten, nochmals viel Applaus. Auch von ihren Kolleginnen und Kollegen in der „Fledermaus“ gab es Beifall.
Bauer hatte den Förderpreis als sehr positiv bewertet, die bisherigen Preisträger hätten sehr davon profitiert, wie ihr berichtet wurde. Vor zwei Jahren war der Preis von den Festspielfreunden ins Leben gerufen worden, weil die Festspiele unter Intendantin Bauer dem künstlerischen Nachwuchs eine Plattform bieten, sich zu präsentieren. Das soll damit gefördert werden. 2021 war die Wahl auf das Stück „Die Fledermaus“ gefallen und die Jury hatte es nicht leicht, aus dem großen Fundus an talentierten Stimmen einen Preisträger zu küren, war sich letztlich aber bei Elisabeth Birgmeier einig. Für die 1993 in München geborene Sopranistin wurde „mit der Adele eine Traumrolle wahr“, so Offele, die zusammen mit Vorstandskollegin Christel Dufner die Preisverleihung vornahm. Die junge Sängerin habe mit „hervorstechender Keckheit Rosalindes Stubenmädchen gespielt“ und mit ihrem hohen Koloratursopran gesanglich klar und mit aberwitzigen Koloraturen und Virtuosität auch in hohen Stimmlagen brilliert. „Ihr zuzusehen und zuzuhören war in jeder Beziehung ein Genuss“, sagte Offele.
Elisabeth Birgmeier hat erst im Frühjahr 2021 ihr Gesangsstudium an der Freiburger Musikhochschule mit dem Master in Opern- und Konzertgesang abgeschlossen. Ihr musikalischer Weg sei schon früh vorgezeichnet gewesen, stamme sie doch aus einer sehr musikalischen Familie und war Mitglied im Bayerischen Landesjugendchor. Bereits mit 19 Jahren fand sie Aufnahme in die Bayerische Singakademie. Seit 2017 hatte sie verschiedene Auftritte, etwa die Titelrolle in der Kinderoper „Katze Ivanka“ im Festspielhaus Baden-Baden oder die „Kleine Kundry“ in der Kinderoper „Parsifal“ am Theater Baden-Baden. In der neuen Spielzeit ist sie als „Frantik“ im „Schlauen Füchslein“ am Stadttheater Freiburg zu hören.
„Ettlingen ist eine ihrer ersten Stationen und ich bin sicher, dass wir noch einiges von ihr hören werden“, schloss Offele und übergab mit guten Wünschen für den weiteren Weg den Preis der Freunde der Schlossfestspiele, der sich ausschließlich aus Spenden der Mitglieder finanziert. Intendantin Bauer sprach von einer guten Entscheidung der Jury, hob aber das gesamte Ensemble der „Fledermaus“ hervor, das „mit so viel Herzblut bei der Sache ist“.


Seite 10 von 13

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén