Das ändert sich bei den Schlossfestspielen 2027

Quelle: Badische Neue Nachrichten (BNN) vom 23.9.2026

Vorschau auf 2027


Quelle: Badische Neueste Nachrichten (BNN) | bnn.de vom 23.9.2026

Carsten Lepper setzt auf Musik und Emotionen

Neuer Intendant präsentiert seinen Spielplan für die Schlossfestspiele Ettlingen 2027

Ettlingen. Er ist mit Spannung erwartet worden: der neue Spielplan für die Schlossfestspiele im kommenden Jahr. Es ist die erste Spielzeit des neuen Intendanten Carsten Lepper. „Ich möchte mich vorstellen als der Intendant, der aus der Musik kommt“, hat Lepper jüngst im BNN-Gespräch erklärt. Und nun gezeigt, was er damit konkret meint.

Er habe eine Spielzeit konzipiert, die bewusst auf „die verbindende Kraft der Musik“ setze, so Lepper bei der ersten öffentlichen Vorstellung des Spielplans im Verwaltungsausschuss der Stadt Ettlingen am Dienstagabend. Großes Musical, Chansons, Familienmusical und ein neues Konzertformat für den Bürgerchor sowie die bewährte Konzertgala sind die Säulen, auf denen der Nachfolger von Solvejg Bauer aufbauen will.

Dafür setzt der bekennende Fan angloamerikanischer Theater-Tradition auf das Broadway-Musical „Titanic“ von Maury Yeston und Peter Stone. Wie bei der berühmten Verfilmung mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio stellt auch diese Umsetzung den Menschen stärker als die Katastrophe in den Vordergrund.
Lepper kennt das Stück gut: Er stand während seiner Zeit als Musicaldarsteller sowohl in Hamburg (2002/2003) und später in Linz (2022) als Titanic-Konstrukteur Thomas Andrews auf der Bühne. Bereits bei seiner Bewerbung um die Ettlinger Intendanz fand sich „Titanic“ unter seinen Konzeptideen für die erste Spielzeit. Anders als die weiteren Stücke. Sie waren in den Konzeptideen noch nicht zu finden.

Mit „Spatz und Engel“ will Lepper ein Musikdrama um den „Spatz von Paris“ Édith Piaf und Marlene Dietrich, die mit dem „Blauen Engel“ berühmt wurde, in den Schlosshof bringen. Es thematisiert die Freundschaft der beiden Künstlerinnen, die sich 1948 in New York kennenlernten. Die Klassiker wie „Non, je ne regrette rien“ oder „Lili Marlen“ sollen von einem achtköpfigen Live-Orchester begleitet werden. Auch das Familienstück greift einen Klassiker auf – allerdings kein Märchen. Die hatte Lepper noch in seiner Vorstellung in den Mittelpunkt gerückt. Statt der Brüder Grimm wird es nun Erich Kästner.

Die Wahl Leppers ist auf „Emil und die Detektive“ gefallen – auch hier in einer Musicalversion des Kinderbuchklassikers rund um Emil Tischbein und Pony Hütchen. Wie bisher setzt auch Lepper auf Kinder und Jugendliche aus der Region als Darsteller für die Haupt- und Nebenrollen. Zwar bereits 1929 geschrieben, steht der Kästner-Klassiker immer noch hoch im Kurs: Obwohl erst 2021 neu verfilmt, kommt Ende September 2026 schon wieder eine Neuverfilmung des Stoffs auf den Markt. Die Chancen, dass das Stück bei Kindergärten und Schulen genauso gut ankommt wie die Lindgren-Adaptionen von Pippi und Ronja oder die fantastische Geschichte von Peter Pan, sind groß.

Unter dem neuen Label „Voices of Ettlingen“ will Lepper künftig ein Konzertformat für den Bürgerchor etablieren. Er werde so „zum künstlerischen Partner und Botschafter der Schlossfestspiele“, so der neue Intendant. Die Konzerte selbst sind als wilder Ritt durch die Musikstile gedacht, frei nach dem Motto „Beethoven meets Queen, Verdi trifft auf große Filmmusik“.

Die Zeit in Ettlingen für Spielleiter Eike Zastrow

Quelle: Badische Neueste Nachrichten (BNN) | bnn.de vom 15.8.2026

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